Maut Mietwagen Portugal

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12ender
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Re: Maut Mietwagen Portugal

Beitrag von 12ender » Mo 10. Sep 2018, 08:07

Ich bin voll für die Maut. Solange die Deutschen horrende Mautgebühren im Ausland bezahlen müssen, kann es nicht angehen, dass halb Europa auf deutschen Autobahnen kostenlos durch das Land rollen. Ob die Verrechnung mit der Kfz-Steuer vom Tisch ist, ist noch nicht klar.
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Erik
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Beitrag von Erik » Di 11. Sep 2018, 06:49

@Selfdriver: zum einen gebe ich dir 100% Recht und die Maut in Deutschland ist vermutlich nur Augenwischerei. Wenn es allerdings wirklich soweit kommt, dass deutsche Autofahrer über die KFZ-Steuer entlastet werden, dann why not? Meines Wissens nach ist das ja noch nicht entschieden.

Selfdriver
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Beitrag von Selfdriver » Di 11. Sep 2018, 10:34

Die Mauteinführung soll wohl dem deutschen Michel über die Kfz-Steuer kompensiert werden. Das wird so kommen, da sonst 40 Mio Wählerstimmen auf dem Spiel stehen. Nur wird jede weitere Mauterhöhung nicht mehr kompensiert werden, denn die Maut wird nicht wegen 500 Mio. Kleingeld eingeführt sondern um damit zusätzliche Milliarden von den deutschen Autofahrern zu holen. Wenn man sieht, daß jährlich für den Unterhalt der Straßen angeblich 10 Mrd Euro fehlen, weis man wo die Reise hingeht.

Eigentlich fehlt das Geld ja nicht, denn mit dem Kfz wird ein Steueraufkommen von ca. 50 Mrd Euro generiert. Davon transferiert man zuerst ca. 30 Mrd in den Bundeshaushalt um Löcher zu stopfen. Für den Straßenbau und Unterhalt bleiben dann nur ca. 20 Mrd über. Dem Autofahrer sagt man dann es ist kein Geld da für den Unterhalt der Straßen. Sollen Sie mal die 30 Mrd dazu nehmen die zuvor zum Löcherstopfen benutzt werden, dann können wir über Maut reden wenn die 50 Mrd nicht reichen.
Man hat uns ja auch versprochen, daß die LKW Maut zu 100% für den Straßenbau verwendet wird. Das stimmt schon so, wird auch gemacht. Nur hat unser Schäuble damals mal ganz heimlich den Bundesetat für den Straßenbau um die 4,5 Mrd gekürzt die durch die Lkw-Maut eingenommen werden. Also Nullsummenspiel, wieder 4,5 Mrd zum Löcherstopfen gewonnen. So passiert das auch mit der Pkw Maut.

YMCA
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Beitrag von YMCA » Di 11. Sep 2018, 16:05

Vermutlich haste schon recht @Selfdriver. Die Politik verspricht viel,wenn der Tag lang ist. Und gehalten wird in der Regel wenig.

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fapi17
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Beitrag von fapi17 » Do 13. Sep 2018, 08:53

Selfdriver hat geschrieben:
Di 11. Sep 2018, 10:34
Also Nullsummenspiel, wieder 4,5 Mrd zum Löcherstopfen gewonnen. So passiert das auch mit der Pkw Maut.
Letztlich ist es doch egal, für was die Einnahmen aus der Maut verwendet werden. Hauptsache es kommt Geld in die Staatskasse. Das kommt doch allen Bürgern zu Gute, nicht nur Autofahrern. Der Staat zahlt ja mittlerweile auch in die Rentenkasse Milliarden ein. Dem Rentner ist wahrscheinlich wurscht, wer das finanziert. Haupsache, er kann jeden Tag was zu essen kaufen. :roll:

Selfdriver
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Beitrag von Selfdriver » Do 13. Sep 2018, 16:50

fapi17 hat geschrieben:
Do 13. Sep 2018, 08:53
Letztlich ist es doch egal, für was die Einnahmen aus der Maut verwendet werden. Hauptsache es kommt Geld in die Staatskasse. Das kommt doch allen Bürgern zu Gute, nicht nur Autofahrern. Der Staat zahlt ja mittlerweile auch in die Rentenkasse Milliarden ein. Dem Rentner ist wahrscheinlich wurscht, wer das finanziert. Haupsache, er kann jeden Tag was zu essen kaufen. :roll:
Das ist aber letztlich nicht egal. Warum sollen gesamtstaatliche Aufgaben nur von einem Teil der Bevölkerung (hier Autofahrer) bezahlt werden? Wenn ich zu wenig Geld in der Rentenkasse habe, dann muss ich die Einnahmen durch Mehreinnahmen von den Beitragszahlern erhöhen. Wenn mir Geld für die Schulen fehlt dann muss ich die Steuern für alle erhöhen und nicht einfach die Autofahrer schröpfen. Denn von Bildung haben langfristig alle was, warum soll nur ein Teil der Bevölkerung dafür zahlen? Solange die Politik immer querfinanziert, wird nie ein Bürger wirklich an seinem eigenen Geldbeutel erfahren wieviel doch unsere gesamte Infrastruktur (Bildung, Verteidigung, Gesundheitsversorgung, Mobilität, Pflege usw.) wirklich kostet. Gesamtstaatliche Ausgaben sollen auch von allen Steuerzahlern bezahlt werden und nicht von einem kleinen Teil. Das hat auch mit Gerechtigkeit zu tun.

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fapi17
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Beitrag von fapi17 » Do 13. Sep 2018, 19:42

@selfdriver

Sind über 40 Mio Autofahrer mit eigenem PKW nur ein kleiner Teil der Bevölkerung? Sind ca. 50% , wenn man Nicht-Steuerzahlende Bürger nicht mal berücksichtigt (Kinder, Rentner,Arbeitslose, Hausfrauen usw.). Da ist es doch wirklich egal ob man über die EK-Steuer mehr bezahlt, über höhere Rentenversicherungsbeiträge oder PKW-Maut. Zahlen müssen immer die,die zahlen können. Es ist letztlich immer gleichgültig , wie die Steuer oder Abgabe heißt.

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Fox12
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Beitrag von Fox12 » Mo 1. Okt 2018, 08:28

Mir ist das schlichtweg egal, was man mit welchen Steuern finaziert. Der Staat hat Aufgaben, die er finanzieren muss. Die kosten pro Jahr X Milliarden, d.h. er muss X Milliarden zur Gegenfinazierung einnehmen. Ob sich diese Summe X aus MwSt, Mineralölsteuer, EkSt oder Maut zusammensetzt ist mir ehrlich gesagt schnurz. Es war schon immer so, dass diejenigen, die bezahlen können, auch den Staat finanzieren. :roll:
Mit einem Mietwagen bin ich immer eine Kühlerlänge voraus.

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